Archiv / Kunstwerke im öffentlichen Raum – Völklingen

Kulturgut - Kunstwerke im öffentlichen Raum – VölklingenVerein KulturGut Völklingen stellt Kunstkatalog "Kulturgut - Kunstwerke im öffentlichen Raum – Völklingen" vor

Über Kunst- und Kulturgüter reden Menschen der unterschiedlichsten Gruppierungen und Anschauungen miteinander. Um dies zu unterstützen gründete sich 1996 der Verein zur Förderung von Kultur und Kommunikation in Völklingen: KulturGut.

Vorsitzende Christiane Blatt: „Zum Einen bemühen wir uns, das Kulturprogramm zu bereichern, zum Anderen hoffen wir, dass die Auseinandersetzung der Menschen mit Kunst und Kultur Ergebnisse zutage fördert, die der Einzelne nicht erreichen kann.“

Blatt weiter: „Völklingen ist eine Stadt mit Sommersprossen, nicht idyllisch, spröde, voller Brüche. Ihr Wahrzeichen, ihr einstiges Nervenzentrum ist eine längst stillgelegte rostige Eisenhüttenanlage. Gerade weil diese Stadt sich mit den Narben, die das 20. Jahrhundert hinterlassen hat auseinandersetzen muss, hat sie das Potential ihre eigene Skulptur zu werden, zumal sie es mit ihrem Eisenhüttenwerk bereits geschafft hat. Es ist heute UNESCO Weltkulturerbe. Und Völklingen selbst ist reich an Kunst im öffentlichen Raum.“

Kulturgut - Kunstwerke im öffentlichen Raum – Völklingen

„Einen ersten Teil haben wir in einem Kunstkatalog zusammengestellt, bebildert und erläutert. Den stellen wir nun der Öffentlichkeit vor. Auch wenn das Gesamtkunstwerk Völklinger Hütte das größte Werk im öffentlichen Raum der Innenstadt ausmacht, so haben wir es aus dieser Broschüre ausgeklammert. Wir wollen unsere Aufmerksamkeit den Einzelwerken in der Innenstadt schenken, und zwar in diesem ersten Band im Außenraum.“

Kulturgut - Kunstwerke im öffentlichen Raum – Völklingen

Kulturgut - Kunstwerke im öffentlichen Raum – Völklingen

Die Erstauflage zeigt und erläutert das Werk von Dominique Colombino (Zwei Wesen vor dem Tor des Zufalls, 2010) aus Stahl - teilweise patiniert – in der Forbacher Passage. Oftmals „nur“ als Spiel- und Klettergerüst angesehen, steht ebenfalls in der Forbacher Passage das Kunstwerk des Münchener Künstlers Florian Aigner aus dem Jahre 2008.

„Mutter mit Kind“ heißt die Installation aus Grauguss von Inge Andler-Laurenz aus dem Jahre 1981, welche am Brunnen im Pfarrgarten zu sehen ist.

Hans Schröder hat 1989 die Bronze-Figuren mit dem Titel „Junge und Mädchen“ geschaffen, welche nach dem Umbau des damaligen Platz am Alten Rathaus (heutige Adolph-Kolping) dort wieder installiert wurden.

Das jüngste Objekt sind die „Stolpersteine“, die bundesweit als Kunstwerk und Mahnmal von Gunter Demnig im Jahr 2013 geschaffen wurden. Sie sind im gesamten Stadtgebiet zu sehen.

Hans Bogler erschuf bereits im Jahre 1938 den stattlichen „Eisenmann“ aus Grauguss, welcher am Haupteingang zum Verwaltungsgebäude der Saarstahl AG in Völklingen platziert ist.

Ein weiteres Kunstwerk stellen die „Brammen“ aus Dillinger Schrott-Stahl dar, welche in der Grünanlage des Finanzamtes zu sehen sind. Sie wurden im Jahr 1989 von Thomas Wojciechowicz geschaffen.

„Arman“, eigentlich Pierre Fernandez Armand hatte im Jahre 1998 die Figur „Prometheus“ zur gleichnamigen Ausstellung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte geschaffen. Das aus Stahl gefertigte Werk ziert heute den Kreisverkehr am Völklinger Platz.

Das wohl von der Größe imposanteste Kunstobjekt ist die von HD Schrader geschaffene „Kubushochzeit“ (2007) aus Stahl. Sie begrüßt bereits an der Stadteinfahrt, an der Bundesstraße 51 aus Richtung Bous kommend, am Torhaus 10 der Saarstahl AG, die Besucher der Stadt und ist gerade bei Dunkelheit, aufgrund der Beleuchtung, sehr imposant anzusehen.

Helmut und Judith Pink haben in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Leibfried (Eppelborn) den Verkehrskreisel am Sonnenhügel gestaltet. Dort installierten sie 2006 den „Sonnenhügel“ aus Basalt, Metall und dem Element Wasser.

Christiane Blatt: „Dieses Buch soll ein Geschenk sein für unsere Stadt Völklingen, für Geschäftsreisende und die Touristen und vor allem für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, die vielleicht jeden Tag an dem ein oder anderen Kunstwerk vorbeigehen, die sich schon lange gefragt haben, was uns der Künstler eigentlich mit seinem Werk sagen will oder auch was die Hintergründe dieser Kunst sind.“

Die im Buch abgebildeten Kunstwerke wurden nicht gewertet, sondern stellen eine Bestandsaufnahme dar. Das Buch soll dazu anregen, dass sich Menschen mit der vielfältigen Kunst im Außenraum auseinandersetzen.

Idee und Konzeption lagen in den Händen des künstlerischen Beirats mit Traudel Bennoit und der Kuratorin Dr. Ingeborg Besch, die Fotografien wurden durch André Mailänder und die Gestaltung von Michael Siffrin umgesetzt.

Das Buch wurde realisiert mit Unterstützung der SHG Kliniken Völklingen, der Saarstahl AG, der Sparkasse Saarbrücken sowie der Völklinger Energiestiftung.

Das Buch ist käuflich nicht zu erwerben, sondern wird ab Juni 2015 bei Völklinger Unternehmen, bei Behörden, Geldinstituten, Hotels, Restaurants und Dienstleister kostenlos ausgelegt.

Das Buch zum Blättern

Kunstwerke im öffentlichen Raum